Die recht große Beteiligung zeigte auch, dass die Besetzung und der Widerstand gegen die Anlage inzwischen von vielen Menschen und Gruppen aus den verschiedensten Städten und politischen Spektren getragen und unterstützt wird. Diese breite Beteiligung ist auch dringend nötig und gerechtfertigt. Denn der geplante Schlachthof in Wietze bestätigt nicht nur durch die Zahlen und die unvorstellbare Größe (7,5 geschlachtete Hähnchen pro Sekunde) die Unverantwortlichkeit der PlanerInnen und eines auf Speziesismus und Kapitalismus beruhenden Systems, sondern bedeutet auch die komplette Umgestaltung einer gesamten Region für die industrielle Hähnchen-Großproduktion. So müssen für die Auslastung des Schlachthofes 420 Großmastanlagen entstehen mit je 400 000 Hähnchen – im Umkreis von 100 Kilometern zum Schlachthof. 420 Großanlagen, welche jede für sich eine unvorstellbare Dimension an tierischem Leid mit sich bringt – gequält von der ersten bis zur letzen Sekunde ihres Lebens, nur geboren um in möglichst kurzer Zeit für möglichst wenig Kosten geschlachtet werden zu können. 420 Anlagen, welche jede für sich Gestank und viel Verkehr mit sich bringt, und so die Lebensumstände der AnwohnerInnen massiv verschlechtert, und zudem durch den Geflügelkot die gesamte Umgebung mit Ammoniak verseucht – Felder, Grundwasser, Regen, Flüsse, bis zur Mündung ins Meer,… Hinzu kommt, dass durch den entstehenden Feinstaub Gesundheitsrisiken für die AnwohnerInnen entstehen.
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